Der CoolTourist

will Sie auf höchst subjektive Weise zu einer Reise durch partielle Welten der Kultur einladen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie u.a. aktuelle Rezensionen zu

Musik (Schwerpunkt: Americana, Folk, Country, Rock), Film, Sprechtheater und Belletristik (Schwerpunkt: deutschspr. Literatur des 20. und 21. Jh.)

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Too Big To Fail!?

Für einige Großbanken galt während der Bankenkrise vor etwa sieben Jahren das Motto „Too big to fail“! Ähnliches darf man mittlerweile auch dem „Sir“ Paul McCartney attestieren, der im Rahmen einer Welt-Tournee mit dem Titel „One On One“ kurz vor seinem 74. Geburtstag in Deutschland drei Live-Konzerte absolviert. Sein Rettungsschirm sind allerdings nicht die staatlichen Haushalte sondern die loyalen Fans, die seit ca. 50 Jahren die musikalischen Produktionen des agilen Engländers verfolgen. Rund 30 000 Menschen pilgerten ins Münchner Olympiastadion und warteten geduldig auf die großen Mitsing-Hymnen wie „Let It Be“, „Obladi Oblada“ oder „Hey Jude" ...

Ausführlicher Bericht im Hör.Test



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Alles neu macht der Meu!

 

Neue CDs im

 

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Neues vom Staatstheater

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"Ewig jung"

"Wilhelm Tell"



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Zwei Empfehlungen von Cooltouristen

empfohlen von Hans P. aus B.
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empfohlen von Wolfgang H. aus I.
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Das Thema "Flüchtlinge" in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur

Bisher vier Rezensionen zum Thema im Lese.Protokoll.

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Ritt auf dem Flaschenhals

Wenn der Vollmond auf den Mississippi scheint und in einer stickigen Bar der Moonshine Whiskey ausgeschenkt wird, dann ist es Zeit für Tom Gray und Mark Johnson die Gitarren auszupacken und zum Ritt auf dem Flaschenhals einzuladen. Die beiden sind der Doppel-Kopf von Delta Moon aus Atlanta, Georgia und mit der neuen CD „Low Down“ (Jumping Jack Records 12012) im Gepäck touren sie zurzeit durch Europa. In der gut besuchten Fürther Kofferfabrik präsentierten sie einen stimmungsvollen Blues-Rock-Abend, bei dem sich sowohl der traditionelle Blues-Fan als auch der etwas modernere Southern-Rock/Americana-Liebhaber bestens unterhalten fühlt.

 

Ausführliche Konzertkritik unter Hör.Test


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Bob & Billy in Nürnberg

Der Club-Fan kriegt feuchte Augen, wenn er an das Jahr 1968 denkt (Deutscher Meister!). Dem fränkischen Rock-Fan passiert Ähnliches, wenn er auf das Jahr 1978 zurückblickt: Bob Dylan live auf dem Reichsparteitagsgelände (am Samstag, 1. Juli). Mit diesem hoch symbolischen Open-Air-Konzert wurde ein Paradigmenwechsel in der Nutzung des Geländes eingeleitet. Wo in der NS-Zeit der Führer Adolf Hitler die Massen zu Krieg und Völkermord aufgehetzt hatte, klagte nun der Messias des Folk-Rock die „Masters Of War“ an: The Times They Are A‘Changing! Zwölf Jahre später (1994) fand auf dem Reichsparteitagsgelände ein weiteres denkwürdiges Konzert statt - allerdings nur für die in Süddeutschland stationierten US-Soldaten. Dabei erinnerte sich der Singer/Songwriter Billy Joel an seine familiären Wurzeln in Nürnberg, an seinen Großvater, der hier einen großen Wäscheversand aufgezogen hatte, dann aber angesichts der dramatisch zugespitzten Judenverfolgung das Land verlassen und die Firma an den arischen Herrn Neckermann verkaufen musste.

Mit einem unterhaltsamen multimedialen „Gesprächskonzert“ im naheliegenden Dokuzentrum gedachte NN-Feuilleton-Chef Steffen Radlmaier dieser beiden historischen Konzerte, er hatte sich für das Unterfangen eine Reihe kompetenter Zeitzeugen und musikalischer Interpreten eingeladen. Ernst Schultz (Ex-Ihre-Kinder) präsentierte als deutschsprachiger Dylan-Übersetzer mit seinem Gitarristen Holger Stamm eine Reihe berühmter Dylan-Songs. Rainer Kemmether und Helmut Ölschlegel erzählten von den Möglichkeiten des Pressefotografen beim Dylan-Konzert und warfen ein paar eindrucksvolle Bilddokumente an die Leinwand. Helmut Haberkamm erinnerte sich mit der Erzählung „33 - 45 - 78“ an den Besuch in Nürnberg als 16jähriges Land-Ei. Hirsch-Hausherr Peter Harasim berichtete schließlich, wie er es wenig später schaffte, die „Einstürzenden Neubauten“ aus Berlin für ein (einmaliges!) Konzert im Goldenen Saal der Zeppelintribüne zu gewinnen. Der Mainzer Sportjournalist Stefan Kiefer hatte schließlich noch ein paar technisch astreine Bootleg-Aufnahmen des Dylan-Auftritts auf seiner Festplatte.

Der zweite Teil des Abends widmete sich dem Künstler Billy Joel und seinen Nürnberger Wurzeln. Dazu hat Steffen Radlmaier ein lesenswertes Buch geschrieben („Die Joel Story: Billy Joel und seine deutsch-jüdische Familiengeschichte“). Seiner Initiative ist es auch zu verdanken, dass Billy Joel dazu überredet werden konnte, 1995 in der Nürnberger Meistersingerhalle zwei sogenannte „Questions & Answers“-Konzerte zu geben. Matthias Oberth - damals im Presseamt der Stadt Nürnberg - berichtete launig von Hürden, die vorher überwunden werden mussten. Dazu gab es hörenswerte Cover-Versionen von Billy-Joel-Songs mit Stefan Angele (voc) und Werner Kandzora (piano). Ca. 200 nostalgiefreudige Zuhörer folgten gespannt dem langen Abend, den man auch als Double-Feature auf zwei Tage hätte strecken können.


Steffen Radlmaier
Steffen Radlmaier
Ernst Schultz und Holger Stamm
Ernst Schultz und Holger Stamm
Steffen Radlmaier und Rainer Kemmether
Steffen Radlmaier und Rainer Kemmether

Helmut Haberkamm
Helmut Haberkamm
Peter Harasim
Peter Harasim
Stefan Kiefer
Stefan Kiefer

Matthias Oberth
Matthias Oberth
Werner Kandzora und Stefan Angele
Werner Kandzora und Stefan Angele
Helmut Ölschlegel
Helmut Ölschlegel


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