Der CoolTourist

will Sie auf höchst subjektive Weise zu einer Reise durch partielle Welten der Kultur einladen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie u.a. aktuelle Rezensionen zu

Musik (Schwerpunkt: Americana, Folk, Country, Rock), Film, Sprechtheater und Belletristik (Schwerpunkt: deutschspr. Literatur des 20. und 21. Jh.)


Im großen Schatten von Jackson B.?

Severin Browne: Overdue

 

Für Severin Browne - geboren 1949 in Frankfurt am Main - wird wohl sein ganzes musikalisches Leben lang das Label gelten, dass er der (ein Jahr jüngere) Bruder von Jackson Browne ist. Doch als entspannter Ü-70-Veteran kann er damit leben, dass seine Karriere auf einem niedrigeren Level verlaufen ist, dass er aber immerhin sechs Solo-CDs auf seinem Zettel hat, dass er einige halbwegs erfolgreiche Songs für andere Interpreten geschrieben hat, dass er sich regelmäßig mit Songwriter-Freunden aus SoCal trifft und mit denen unter dem Namen Tall Men Group auch schon fünf CDs veröffentlicht hat, dass er in der Pandemie eine regelmäßige First-Friday-Show mit Freunden (z. B. mit James Lee Stanley) auf Facebook-Zoom organisiert hat und dass er so zu dem vorläufigen Fazit kommt, darüber glücklich zu sein, schon so lange zu leben und den unruhigen Traum vom Starruhm aufgegeben zu haben ...

 

Ausführliche CD-Kritik unter Hör.Test


0 Kommentare

Ein paar Prisen Sergeant Pepper

Richie Mayer: The Inn Of Temporary Happiness (Revisited)

 

Zwei Fotos auf dem Cover erzählen die Geschichte dieses Albums: vorne sitzt Richie Mayer mit Gitarre schwebend im weißblauen Himmel in einem Alfa Romeo Sportwagen. Das Kennzeichen lautet PWR POP und zeigt wohin die musikalische Reise geht: back to the future! Innen sehen wir Mayers Musikzimmer, vollgestellt mit Gitarren, Keyboards, Mischpult, digitalem Aufnahmegerät und diversen Monitorboxen. Das illustriert die Produktionsweise während der Pandemie: Home Recording ist angesagt! Bis auf ein Gitarrensolo von Jeff King hat Mayer alles selbst eingespielt, wohlgemerkt ohne die Hilfe von Computer, Sequenzern oder Vokal-Autotuner ...

 

Ausführliche CD-Kritik unter Hör.Test


0 Kommentare

Der große Duo-Vergleichs-Test

When a man makes music with a woman …

 

… dann kommt manchmal etwas ganz Besonderes heraus wie etwa bei Sonny & Cher, Ike & Tina Turner, Stevie Nicks & Lindsey Buckingham oder - aktueller - bei Civil War oder Fox & Bones. Deshalb folgt hier ein Blick auf vier weniger bekannte Duos, die vor kurzem eine neue CD veröffentlicht haben.



Ausführliche CD-Kritiken unter Hör.Test


0 Kommentare

Meditation, Magnetismus, Magie

Robert Plant & Alison Krauss: Raise The Roof

 

Es ist tatsächlich schon 14 Jahre her, dass Led-Zeppelin-Veteran Robert Plant und Newgrass-Ikone Alison Krauss, die sich auf einem Leadbelly Tribute-Konzert kennengelernt hatten, mit ihrem ersten gemeinsamen Album „Raising Sands“ für Aufsehen sorgten. Nach langer kooperativer Pause ist auf „Raise The Roof“ wieder T-Bone Burnett als Produzent, Arrangeur und Teilzeit-Gitarrist die dritte Kraft, die diese CD zu einem Hör-Erlebnis der Sonderklasse macht ...

 

Ausführliche CD-Kritik unter Hör.Test


1 Kommentare

Toronto als multi-ethnisches Labor

Kenneth Bonert: Toronto. Was uns durch die Nacht trägt

 

Kenneth Bonert, der mit seinem Debütoman „Der Löwensucher“ einiges Aufsehen erregte, hat in dem neuen Buch vier Novellen zusammengestellt, die alle zwei Gemeinsamkeiten aufweisen: zum einen geht es um problematische Zweier-Beziehungen, zum anderen dient in allen Geschichten die kanadische Metropole Toronto als Hintergrund-Kulisse - mehr als das: als ambivalentes Modell einer gesellschaftlichen Struktur. Denn für Bonert, der mit seinen Eltern 1989 nach Kanada gezogen ist, erscheint Toronto als multi-ethnisches Einwanderungslabor, das er einerseits positiv als sein Zuhause erlebt: „alle kommen von woanders her … aber trotzdem gehen sie hier anständig miteinander um“, das er aber auch andererseits mit kritischen Bemerkungen versieht: „von Fremden bevölkert, Schattenmenschen, aus allen Teilen der Erde zusammengewürfelt“ ...

 

Ausführliche Rezension unter Lese.Protokoll


0 Kommentare

Netzwerk rund um East Nashville

Eric Brace & Last Train Home: Everything Will Be

 

Schon mehrfach wurde auf diesen Seiten erwähnt, welche Auswirkungen die Pandemie auf das künstlerische Schaffen hat. Für Eric Brace und seine seit 25 Jahren mit unterschiedlichem Aktivitätslevel existierende Band „Last Train Home“ war das ein trotziges „Why bother?“ und der Rückzug ins Home Office, das bei Musikern Homestudio heißt. Audio Files wurden durch die Weiten des Internets hin und her geschickt und von Produzent Jared Bartlett zu einem stimmigen Endprodukt verarbeitet, das nun im neuen Jahr seinen Weg in die Öffentlichkeit sucht ...

 

Ausführliche CD-Kritik unter Hör.Test


0 Kommentare