Der CoolTourist

will Sie auf höchst subjektive Weise zu einer Reise durch partielle Welten der Kultur einladen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie u.a. aktuelle Rezensionen zu

Musik (Schwerpunkt: Americana, Folk, Country, Rock), Film, Sprechtheater und Belletristik (Schwerpunkt: deutschspr. Literatur des 20. und 21. Jh.)


Lese-Projekt in Quarantäne

Martin Meyer: Corona

 

Was macht man in diesen Zeiten, wenn man ein Kratzen im Hals, Schluckbeschwerden, Fieber und Gliederschmerzen hat? Man macht sich Gedanken!

So auch die von Martin Meyer, bis 2015 Feuilletonchef der Neuen Zürcher Zeitung, erfundene Figur namens Matteo, ein schon etwas gealterter Buchhändler in einer Kleinstadt.

Dieser Matteo entschließt sich zur häuslichen Quarantäne - seine Buchhandlung im Erdgeschoss ist ohnedies im Lockdown - und zu einem situationsbedingten Leseprojekt: er will sich „ein paar Bücher zur Seele nehmen, die sich zu früheren Zeiten mit der Seuche befasst haben“ ...

 

Ausführliche Rezension unter Lese.Protokoll


0 Kommentare

Drei Alben in 50 Jahren: die irgendwie traurige Greg-Copeland-Saga

Die Geschichte beginnt mit drei Freunden an der Sunny Hills High School in Fullerton, California, die etwa ab 1964 den Traum von einer Karriere als Singer/Songwriter träumten und im nahe gelegenen Paradox Folk Club ihre ersten musikalischen Gehversuche machten. Wenn man die Namen verrät, weiß man, dass nur einer von ihnen dieses große Ziel erreicht hat: Jackson Browne. Die beiden anderen waren Steve Noonan und Greg Copeland, die trotz hoffnungsvoller Anfänge nie den großen Sprung schafften.

Fast tragisch ist das sehr übersichtliche Schaffen von Greg Copeland: er schaffte es in ca. 50 Jahren, nur gerade mal drei Langspielplatten/CDs zu veröffentlichen, Live-Auftritte kann man an einer Hand aufzählen, Tourneen zur Förderung der Karriere gab es nie - und das obwohl er bis heute in der damals so blühenden Orange County Szene bestens vernetzt ist ...

 

Ausführliche Story mit CD-Kritiken unter Hör.Test



0 Kommentare

Nord-Süd-Umkehr

Christian Torkler: Der Platz an der Sonne

jetzt als Taschenbuch

 

Was wäre, wenn …? Das ist die Leitfrage in Christian Torklers ambitioniertem Debüt-Roman „Der Platz an der Sonne“. Was wäre passiert, wenn der 2. Weltkrieg nach einem erneuten Berlin-Konflikt etwa um 1948 wieder aufgeflammt wäre und Mitteleuropa bis 1960 im Griff gehabt hätte? Wir haben es hier mit einem Versuch von History Fiction zu tun, der dann im zweiten Teil noch in das höchst aktuelle Flüchtlings-Thema mündet ...

 

Ausführliche Rezension unter Lese.Protokoll


0 Kommentare

Alpenländischer Stoizismus

Robert Seethaler: Ein ganzes Leben

 

Kann man über ein "ganzes" Leben einen Roman von nur etwa 180 (groß gedruckten) Seiten schreiben? Lohnt es sich über ein Leben zu schreiben, mit dem am Ende die Hauptperson "im Großen und Ganzen zufrieden" ist, das also kaum jene dramatische Zerrissenheit großer Geschichten beinhaltet? Soll man überhaupt von einer Person erzählen, die den Satz "Wem das Maul aufgeht, dem gehen die Ohren zu" zu einem persönlichen Leitmotiv erkoren hat? Autor Robert Seethaler hat diese drei Fragen mit "Ja" beantwortet und nach dem "Trafikanten" einen weiteren Bestseller produziert ...

 

Ausführliche Rezension unter Lese.Protokoll


0 Kommentare

Ein schwäbisches Dorf, nackt gesehen

Kai Wieland: Amerika

 

Nachdem der Verfasser in seinen Kapitel-Einleitungen eifrig das allwissende Wikipedia zu Fachbegriffen der Gedächtnisarbeit zitiert, sei hier auch einmal der hoffentlich seriöse Schwarm-Fundus bemüht. Oral History (engl., wörtlich übersetzt: mündliche Geschichte) sei - so heißt es dort - eine Methode der Ge­schichts­wissenschaft, die auf dem Spre­chenlassen von Zeitzeugen basiert. Dabei sollen die Zeitzeugen möglichst wenig von dem Historiker beeinflusst werden. Insbeson­dere Personen aus diversen Milieus sollen auf diese Weise ihre Lebenswelt und ihre Sichtweisen für die Nachwelt darstellen können. Mit Kai Wielands Debütroman, der dank der Plattform „Blog­buster“ den Weg in deutsche Verlagshäu­ser fand, wissen wir nun, dass auch die Belletristik diese Methode mit erfreulichem Ergebnis verwenden kann ...

 

Ausführliche Rezension unter Lese.Protokoll


1 Kommentare

Terry Klein, ganz groß

Terry Klein: tex

 

Erst im gesetzten Alter von 40 Jahren hat Terry Klein begonnen, sich von seinem Brotberuf als Rechtsanwalt zu verabschieden und eine Karriere als Singer/Songwriter anzustreben. Folgerichtig siedelte er sich in der Musik-Hochburg Austin/Texas an, nahm Nachhilfestunden bei Mary Gauthier, fand in Walt Wilkins einen Produzenten mit feinem Blick für Musiker mit Perspektiven und in Ron Flynt einen bestens vernetzten Studio-Inhaber. 2017 erschien dann sein Debütalbum „Great Northern“, das mit „Better Luck Next Time“ einen treffsicheren Verweis auf seine großen Vorbilder Bruce Springsteen, John Prine oder Steve Earle enthielt. Nun folgt ein weiterer Schritt ins Rampenlicht: „tex“ ist ein stimmiges Kompendium von zehn anregenden Songs, die keineswegs nur im großen Staat Texas angesiedelt sind ...

 

Ausführliche CD-Kritik unter Hör.Test


0 Kommentare