Der CoolTourist

will Sie auf höchst subjektive Weise zu einer Reise durch partielle Welten der Kultur einladen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie u.a. aktuelle Rezensionen zu

Musik (Schwerpunkt: Americana, Folk, Country, Rock), Film, Sprechtheater und Belletristik (Schwerpunkt: deutschspr. Literatur des 20. und 21. Jh.)


Nerven behalten!

Die neue CD von Joseph Parsons: At Mercy’s Edge

 

Schon seit 22 Jahren ist Joseph Parsons ein Zugpferd im Künstler-Stall von Blue Rose Records und als Musiker auch in Deutschland live unterwegs - sei es solo, sei es zusammen mit Todd Thibaud, mit der Supergroup Hardpan oder zuletzt meist mit seiner exzellenten Joseph Parsons Band. Inzwischen hat sich der Amerikaner, der dort die meiste Zeit in Pennsylvania verbrachte, sogar in Deutschland niedergelassen und bewohnt mit Familie ein altes Haus (samt kleinem Tonstudio) in Parchim, südöstlich von Schwerin.

Warum er die USA - zumindest zeitweise - verlassen hat, erklärt sich schon aus dem ersten Song seines neuen Albums, der dynamischen, absolut radiotauglichen Power-Rock-Hymne „Greed On Fire“ ...

 

Ausführliche CD-Kritik unter Hör.Test


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Neue Variante des Enkel-Tricks

Lisa Eckharts Debüt-Roman "Omama"

 

Lisa Eckhart fühlt sich offensichtlich wohl in der Rolle der provokativen Agentin im deutschsprachigen Comedy-Betrieb und hat wesentliche Beiträge zu dem neuen Debatten-Sektor der Cancel Culture geleistet. All dies pusht die Auflagenzahlen ihres Debütromans „Omama“, der sich allerdings nicht wirklich entscheiden kann, ob er die ereignisreiche Nachkriegs-Geschichte der Oma Helga nacherzählen will oder ob er die Oma nur in Situationen versetzt, zu denen Text-Bausteine aus dem Bühnenprogramm von Lisa Eckhart passen ...

 

Ausführliche Rezension unter Lese.Protokoll


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Totentanz im Sandkasten

Foto: Konrad Fersterer
Foto: Konrad Fersterer

Premiere im Schauspiel Nürnberg: Antigone

 

Es ist was faul im Stadtstaat Theben: König Ödipus hat seinen Vater ermordet und mit seiner Mutter vier Kinder gezeugt. Zur Strafe schicken die Götter eine Seuche, Ödipus blendet sich selber und verlässt die Stadt. Seine beiden Söhne Eteokles und Polyneikes sollen als Doppelspitze mit Rotationsprinzip die Stadt regieren, was grundsätzlich schief geht und mit einem Krieg um die Stadt endet, bei dem beide getötet werden. Also muss der Onkel Kreon als Autokrat her, um wieder Ordnung nach Theben zu bringen. Eine seiner ersten Maßnahmen ist ein Bestattungsverbot für den Angreifer Polyneikes.

So flapsig kann man die Vorgeschichte zur Tragödie „Antigone“ formulieren, doch das ist nicht der Stil von Regisseur (und Bühnenbildner) Andreas Kriegenburg ...

 

Ausführliche Theaterkritik unter Schau.Bühne


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Die sagenhafte Country/Folk-Bigband

Eric Brace & Last Train Home: Daytime Highs And Overnight Lows

 

Ein Wort voraus: wenn Eric Brace ein Projekt angeht, sei es als Sänger, Komponist, Solokünstler, Bandleader oder Plattenboss, dann darf man Qualität, Seriosität und ein durchwegs zufriedenstellendes Endprodukt erwarten. Das gilt für sein Solo-Album mit französischen Liedern, für seine Kooperationen mit Peter Cooper und Thomm Jutz und nun wieder für sein Leadership bei der Pop-Up-Band Last Train Home.

13 Jahre sind vergangen seit dem letzten Lebenszeichen dieser Band mit eigenständigen Songs, und der Titel („Last Good Kiss“) schien fast eine Ankündigung zu sein. Doch 2017 gab es ein Live-Wiedersehen in Arlington, Virginia und daraus erwuchs - zusammen mit dem Gitarristen Jared Bartlett - der Gedanke „Let’s Do It Again!“ ...

 

Ausführliche CD-Kritik unter Hör.Test


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"Es geht um alles"

Heinrich Steinfests Lesung in Fürth

 

Während vier Stockwerke tiefer ein buntes Karussell als Exponat der Fürther Rest-Kirchweih im Nieselregen seine letzten Kreise drehte, stellte Heinrich Steinfest in der Innenstadtbibliothek der Volksbücherei seinen neuen Roman „Der Chauffeur“ vor und entführte die Zuhörer in eine gar nicht trockene Welt des vielschichtigen, komplexen und höchst originellen Erzäh­lens.

Steinfest hat sich seit etwa 25 Jahren ein treues und wachsendes Lesepublikum erarbeitet, dazu auch in den Reihen der professionellen Literaturkritik einige Fans und Lobredner gewonnen ...

 

Ausführlicher Bericht unter Lit.Live


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Hoffnung auf ein kleines Glück

Lili Grüns Roman "Junge Bürokraft übernimmt auch andere Arbeit ..."

 

Der Herausgeberin Anke Heimberg und dem AvivA-Verlag in Berlin ist es zu verdanken, dass die Romane der bis 1942 in Wien lebenden Jüdin Lili Grün nicht in Vergessenheit geraten und in ansprechenden Editionen erhältlich sind. Neben drei Romanen - außer der „jungen Bürokraft“ sind das noch „Herz über Bord“ mit dem aktualisierten Titel „Alles ist Jazz“ und „Loni in der Kleinstadt“ mit dem ebenfalls aktualisierten Titel „Zum Theater!“ - gibt es noch eine Sammlung von frühen Geschichten und Gedichten mit der Überschrift „Mädchenhimmel!“ Lili Grün gehört ohne Zweifel zu dem Katalog der verbrannten Dichter, ab 1938 war ihr die schriftstellerische Tätigkeit im angeschlossenen Österreich unmöglich, 1942 starb sie nach der Deportation in Weißrussland ...

 

Ausführliche Rezension unter Lese.Protokoll


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