Der CoolTourist

will Sie auf höchst subjektive Weise zu einer Reise durch partielle Welten der Kultur einladen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie u.a. aktuelle Rezensionen zu

Musik (Schwerpunkt: Americana, Folk, Country, Rock), Film, Sprechtheater und Belletristik (Schwerpunkt: deutschspr. Literatur des 20. und 21. Jh.)


Sommerfest im Seniorenheim

Kris Kristofferson live

Serenadenhof Nürnberg (20.6.2018)

 

Wenn man einem sichtlich (und hörbar) gealterten Künstler beim Live-Konzert zuschaut, stellt sich zwangsläufig die Frage: Muss er/man sich das noch antun?

Fallbeispiel Kris Kristofferson: Die 82jährige Songwriter-Legende betritt an einem lauen Sommerabend pünktlich um 20.00 Uhr die Bühne des Nürnberger Serenadenhofs, begrüßt das zahlreich erschienene Publikum korrekt („Hello, Nuernberg“) und stellt dann seine musikalische Begleitung vor; drei Musiker der Band The Strangers, die bis vor zwei Jahren dem mittlerweile verstorbenen Country-Sänger Merle Haggard assistiert haben ...

 

Ausführliche Kritik unter Hör.Test


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Düffels Dokumentarstück

Nebel im August

 

2009 hat Kathrin Mädler, damals Dramaturgin am Staatstheater Nürnberg, mit Peter Weiss‘ „Die Ermittlung“ eine bemerkenswerte Inszenierung in der Bauruine der Kongresshalle abgeliefert. Nun kehrt sie als Intendantin des Landestheaters Schwaben wieder in die Region zurück und hat erneut ein Dokumentarstück für die Bayerischen Theatertage im Gepäck.

„Nebel im August (Der Fall Ernst Lossa vor Gericht)“ erlebte im März seine überregional gelobte Uraufführung in Memmingen. Die Geschichte beruht auf der gleichnamigen Romanbiografie von Robert Domes, der das Schicksal des jungen Ernst Lossa, der 1944 in der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren die Todesspritze verabreicht bekam, recherchierte ...

 

Ausführliche Theaterkritik unter Schau.Bühne


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Berufsnomade im Haifischbecken

Matthias Göritz: Parker

 

Welch vielversprechende Fiktion für die SPD: in Kiel profiliert sich mit Hans-Christian (!) Mahler (!) ein neuer Hoffnungsträger für die Partei, der als norddeutsche Macron-Kopie „etwas ganz anderes, etwas Frisches, Aufrüttelndes“ bieten will und von seinem Polit-Coach fordert: „Sie sollen aus mir jemanden machen, an dem man politisch nicht mehr vorbei kann“.

Doch es bleibt nur eine ernüchternd ironische Fiktion; denn in dem neuen Roman von Matthias Göritz (sein dritter) endet Mahlers hoffnungsvolle Polit-Karriere, die aus der Gleichzeitigkeit von Idealismus und Machtzynismus konstruiert war, nach einem verhängnisvollen Sex-Abenteuer in der Wahlkampf­zentrale ...

 

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Warnhinweis für Trump-Fans

Gerry Spehar: Anger Management 

 

Man kann nur spekulieren, was passiert wäre, wenn Gerry Spehar zwischen 1986 und 2016 nicht eine dreißigjährige Pause als hauptberuflicher Musiker eingelegt hätte. Jedenfalls ist er jetzt mit erstaunlicher kreativer Power wieder auf der Szene zurück und legt schon seine zweite CD (nach „I Hold Gravity“) vor. Das neue Album hat er gemeinsam mit Paul Lacques (von „I See Hawks In L.A.“) produziert und man merkt schnell, dass hier ein amerikanischer Wutbürger viel angestauten Zorn loswerden will ...

 

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Gleichmut und Zufriedenheit

Philipp Lahm

von Michel Decar

 

Fast jeder kennt Philipp Lahm als herausragenden Fußballer, als erfolgreichen FC-Bayern-München-Profi und als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, die 2014 Weltmeister wurde. Der aufstrebende Theaterautor Michel Decar interessiert sich aber für Philipp Lahm als Symbol einer generationentypischen Lebenshaltung, als Verkörperung des Zeitgeistes der Nuller- und Zehner-Jahre des 21. Jahrhunderts.

So entstand das Monodrama „Philipp Lahm“, das Mitte Dezember am Münchner Residenztheater (Marstall) Uraufführung hatte (Regie: Robert Gerloff) ...

 

Ausführliche Theaterkritik unter Schau.Bühne

 


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Bratwurst-Raumschiff nach Nirgendwo

Raumstation Sehnsucht

Songs Of Love And Change

 

Im Schauspiel des Staatstheaters Nürnberg ist derzeit viel time to say goodbye. Zum einen verlässt Direktor Klaus Kusenberg nach 18jähriger Dienstzeit die gewohnte Umgebung,  zum anderen müssen sich auch ca. 75 Prozent des künstlerischen Personals verabschieden, weil Jan Philipp Gloger die Idee vom Neuanfang und von der kreativen Unruhe sehr wörtlich nimmt.

Bei der letzten Premiere sagt das Ensemble im großen Haus gar nicht leise „Servus“. Bettina Ostermeier (Musik) und Friederike Engel (Story) haben sich dazu einen poppigen Liederabend ausgedacht, der vor allem eines soll: Spaß machen ...

 

Ausführliche Theaterkritik unter Schau.Bühne


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