Der CoolTourist

will Sie auf höchst subjektive Weise zu einer Reise durch partielle Welten der Kultur einladen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie u.a. aktuelle Rezensionen zu

Musik (Schwerpunkt: Americana, Folk, Country, Rock), Film, Sprechtheater und Belletristik (Schwerpunkt: deutschspr. Literatur des 20. und 21. Jh.)


Krafts Los

Richard heißt zwar mit Nachnamen Kraft, doch dieselbe hat den Mittfünfziger offensichtlich verlassen. Er steht zutiefst verunsichert vor einem privaten und beruflichen Scherbenhaufen. Mit einem letzten Kraft-Akt will der von Selbstzweifeln geplagte Philosophie-Professor noch einmal die Millionen-Frage nach dem Grund für Optimismus in der heutigen Zeit beantworten, aber dann entscheidet er sich lieber für einen spektakulären Showdown.

 

Jonas Lüscher, der es 2013 mit seiner intelligenten Novelle über die Abgründe des Finanzkapitalismus („Frühling der Barbaren“) in die Longlist des Deutschen Buchpreises schaffte, legt nun den ersten Roman vor, eine brillante, analytische Satire über den transatlantischen Wissenschaftsbetrieb und über die Dilemmata des intellektuellen Neoliberalismus.

 

Ausführliche Rezension unter Lese.Protokoll


0 Kommentare

Senioren-WG in der Todeszone

Darf man mit Entsetzen Scherz treiben? Darf man die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (1986) als Setting für einen Roman wählen, der überhaupt nichts von den furchtbaren Folgen erzählt, sondern eher eine Heimat-Idylle beschreibt?

Alina Bronsky, die sich in ihren Büchern (ihr Debüt „Scherbenpark“ wurde zu einem großen Erfolg) gerne politisch unkorrekt geriert, hat für sich entschieden: Ich darf, ich will!

Und so schildert sie eine skurrile Siedlung von alten Menschen in dem Dorf Tschernowo, für die der Begriff „Todeszone“ keine Angst mehr auslöst, weil sie „nichts zu verlieren“ haben, weil sie „bereit zu sterben“ sind ...

 

Ausführliche Rezension unter Lese.Protokoll


0 Kommentare

Crosby vs. Nash


Sie waren viele Jahre lang ziemlich beste Freunde, doch dann muss im Frühjahr 2016 etwas passiert sein, was selbst dem harmoniesüchtigen Graham Nash den Kamm anschwellen ließ. Kurz darauf folgte seine öffentliche Aussage, es werde nie mehr eine Kooperation zwischen ihm und David Crosby geben. Und das bedeutet wohl auch das Ende aller noch möglichen CSN&Y-Projekte! Folgerichtig haben sich nun die beiden Akteure mit Solo-CDs in Szene gesetzt. CD-Kritiken unter Hör.Test!


0 Kommentare

Die Highlights 2016

Tennessee Williams: Die Katze auf dem heißen Blechdach

(Staatstheater Nürnberg)

Inszenierung: Georg Schmiedleitner



1 Kommentare

Flüchtlinge in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur # 2



Rezensionen zu den obigen Romanen finden sich unter Lese.Protokoll


0 Kommentare

BC&J from East Nashville

v.j.: Thomm Jutz, Peter Cooper, Eric Brace
v.j.: Thomm Jutz, Peter Cooper, Eric Brace

Sie sind mit leichtem Gepäck nach Deutschland gekommen: drei akustische Gitarren (2x Martin, 1x Epiphone) und drei Stimmen - mehr brauchen Eric Brace, Peter Cooper und Thomm Jutz nicht, um die Zuhörer auf eine faszinierende Reise in die Welt der modernen Country- und Folk-Music mitzunehmen. Auf Einladung der Country & Western-Freunde Koetz gastierten sie im Leipheimer Hotel zur Post.

Alle drei leben mittlerweile in Nashville (East), der unbestrittenen Hauptstadt dieser Musik. Doch das Trio serviert Songs - etwa zur Hälfte Eigenkompositionen - die fernab vom dumpfen Achy-Breaky-Heart-Klischee anzusiedeln sind. Mit subtilem Gitarrenspiel - allen voran Thomm Jutz als Solist - und perfekten Vokalharmonien zitierten sie große Namen wie Tom T. Hall, Guy Clark oder Emmylou Harris.

 

Ausführliche Konzertkritik und Exklusiv-Interview unter Hör.Test!


0 Kommentare