Der CoolTourist

will Sie auf höchst subjektive Weise zu einer Reise durch partielle Welten der Kultur einladen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie u.a. aktuelle Rezensionen zu

Musik (Schwerpunkt: Americana, Folk, Country, Rock), Film, Sprechtheater und Belletristik (Schwerpunkt: deutschspr. Literatur des 20. und 21. Jh.)


Im engsten Familienkreis

The Immediate Family

 

Was haben Jackson Browne, James Taylor, Don Henley, Rod Stewart, Phil Collins, Keith Richards, Crosby, Stills, Nash & Young, Linda Ronstadt und Carole King gemeinsam? Auf den ersten Blick ganz einfach: sie sind (oder waren) höchst erfolgreiche Musiker, Songwriter und Sänger. Aber noch etwas trifft zu: sie haben immer wieder mit einer Gruppe von herausragenden Studiomusikern aus Südkalifornien (auch bei Live-Konzerten) zusammengearbeitet, nämlich mit Danny Kortchmar (voc, g), Waddy Wachtel (voc, g), Leland Sklar (b) und Russ Kunkel (dr). Diese vier, deren Namen man unzählige Male in den Credits lesen konnte, sind nun für ein eigenes Bandprojekt aus der zweiten Reihe vorgetreten und präsentieren eine Supergroup, etwa im Stil der legendären Blind Faith ...

 

Ausführliche CD-Kritik unter Hör.Test


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Das war alles nur Theater?

Foto: Konrad Fersterer
Foto: Konrad Fersterer

Spiel der Illusionen (L’illusion comique)  

Spielzeit-Auftakt am Staatstheater Nürnberg (Schauspielhaus)

 

Neue Spielzeit - neues Glück? Mit viel Optimismus geht Schauspieldirektor Jan Philipp Gloger in die Saison 2021/22 und hat für den Anfang etwas spielerisch Leichtes ausgesucht, ein Plädoyer für die sinnliche Kraft des Theaters. Das Schauspielhaus ist wieder voll mit erwartungsfrohen MaskenträgerInnen, auf der Bühne entfaltet sich ein Kessel buntes Drehen und Treiben, ein gereimtes (nicht immer gut verständliches) Sprachfeuerwerk im Rahmen einer fast 400 Jahre alten Spielvorlage, die viel Platz lässt für exaltiertes Agieren und für magische Momente ...

 

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Melancholie in den Zeiten des Lockdowns

Tim Grimm: Gone

 

Was ist der Unterschied zwischen einem Leben in der Filmindustrie von Hollywood und einem Leben auf einem Bauernhof im südlichen Indiana? Wer darauf eine Antwort hören will, sollte Tim Grimm fragen, denn er hat beide Orte intensiv erlebt. Derzeit hat sich der Schwerpunkt nach Indiana verlagert, was auch zur Folge hat, dass er seine zweite künstlerische Leidenschaft als Sänger und Songwriter (die andere ist die Schauspielerei) intensiver pflegt und vor kurzem ein neues Album herausgebracht hat. Das hat sich definitiv gelohnt, denn „Gone“ ist ein reifes Meisterwerk im weiten Feld der anspruchsvollen Country/Folk-Music, geprägt von eindrucksvollen Kompositionen, nachdenklichen Texten und natürlich von Tim Grimms intensiver Stimme ...

 

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Goldene Hochzeit von Country & Rock

Richie Furay: 50th Anniversary Return To The Troubadour

 

1968 - 1971 - 2018 - 2021: das ist die Zeitleiste, die hinter diesem Projekt steht. Im November 1968 debütierte die aufregende neue Band Poco im Troubadour (L.A.) in der Besetzung Richie Furay (g, voc), Jim Messina (g), - beide spielten vorher in der legendären Band „Buffalo Springfield“ - Randy Meisner (b, voc), Rusty Young (pedal steel) und George Grantham (dr, voc) - viele sehen darin die Geburtsstunde einer neuen musikalischen Fusion: Country & Rock ...

 

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Filmisches Schachmatt

Schachnovelle (D 2021)

Verfilmung nach der Novelle von Stefan Zweig

 

Von einem schweren Verkehrsunfall ist zu berichten: auf der A9 kurz vor München wurde ein graziles Taschenbuch (Stefan Zweig, Schachnovelle) von einem Schwerlastwagen brutal überfahren. Das Buch erlitt Totalschaden, der Lenker des Lastwagens, ein Herr Philipp Stölzl, musste zugeben, dass er im Größenwahn die Subtilitätsbremse zu spät getreten hatte. Außerdem stellte die Film-Polizei fest, dass der Lastwagen vollkommen überladen war - mit hyperdramatischer Action, mit ungebändigter Assoziationswut und mit einer vordergründigen, spektakulär sein wollenden Bildsprache ...

 

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Die Geschichte vom verlorenen Sohn

Foto: Tom Schneider
Foto: Tom Schneider

Marion Karausche: Der leere Platz (Roman)

 

Eigentlich eine perfekte deutsche Familie: die Eheleute Marlen und Martin Lorenz mit ihren beiden Kindern Kai und Amy. Sie leben privilegiert in Marokko, weil Martin dort einen gut bezahlten Job bei einer großen Firma hat. Marlen bleibt Zeit für interessante Hobbys (Reiten, Tauchen), weil sie sich eine einheimische Haushaltshilfe leisten kann. Die Kinder sind strebsam, intelligent und fröhlich, sie werden an einer elitären Privatschule unterrichtet, wachsen drei- bis viersprachig auf. Mit den Worten der Hauptperson Marlen: „In ihrem Leben, dachte sie oft zufrieden, stimmte alles“.

Dann aber fällt ein dunkler Schatten in die aufgeräumte Idylle ...

 

Ausführliche Rezension und Interview mit der Autorin unter Lese.Protokoll



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