Der CoolTourist

will Sie auf höchst subjektive Weise zu einer Reise durch partielle Welten der Kultur einladen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie u.a. aktuelle Rezensionen zu

Musik (Schwerpunkt: Americana, Folk, Country, Rock), Film, Sprechtheater und Belletristik (Schwerpunkt: deutschspr. Literatur des 20. und 21. Jh.)


Ein schwäbisches Dorf, nackt gesehen

Kai Wieland: Amerika

 

Nachdem der Verfasser in seinen Kapitel-Einleitungen eifrig das allwissende Wikipedia zu Fachbegriffen der Gedächtnisarbeit zitiert, sei hier auch einmal der hoffentlich seriöse Schwarm-Fundus bemüht. Oral History (engl., wörtlich übersetzt: mündliche Geschichte) sei - so heißt es dort - eine Methode der Ge­schichts­wissenschaft, die auf dem Spre­chenlassen von Zeitzeugen basiert. Dabei sollen die Zeitzeugen möglichst wenig von dem Historiker beeinflusst werden. Insbeson­dere Personen aus diversen Milieus sollen auf diese Weise ihre Lebenswelt und ihre Sichtweisen für die Nachwelt darstellen können. Mit Kai Wielands Debütroman, der dank der Plattform „Blog­buster“ den Weg in deutsche Verlagshäu­ser fand, wissen wir nun, dass auch die Belletristik diese Methode mit erfreulichem Ergebnis verwenden kann ...

 

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Terry Klein, ganz groß

Terry Klein: tex

 

Erst im gesetzten Alter von 40 Jahren hat Terry Klein begonnen, sich von seinem Brotberuf als Rechtsanwalt zu verabschieden und eine Karriere als Singer/Songwriter anzustreben. Folgerichtig siedelte er sich in der Musik-Hochburg Austin/Texas an, nahm Nachhilfestunden bei Mary Gauthier, fand in Walt Wilkins einen Produzenten mit feinem Blick für Musiker mit Perspektiven und in Ron Flynt einen bestens vernetzten Studio-Inhaber. 2017 erschien dann sein Debütalbum „Great Northern“, das mit „Better Luck Next Time“ einen treffsicheren Verweis auf seine großen Vorbilder Bruce Springsteen, John Prine oder Steve Earle enthielt. Nun folgt ein weiterer Schritt ins Rampenlicht: „tex“ ist ein stimmiges Kompendium von zehn anregenden Songs, die keineswegs nur im großen Staat Texas angesiedelt sind ...

 

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Keineswegs Krimis: drei Mörder, drei Motive, zwei Todesurteile


Vergleichende Gegenüberstellung unter Lese.Protokoll


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Briefeschreiben als Trauerarbeit

Annette Pehnt: Briefe an Charley

 

Es war einmal ein junger Mann, der an einer unerfüllten Liebe zu einer Frau namens Lotte litt und über diesen miserablen Zustand Briefe an seinen Freund Wilhelm schrieb. Nicht einmal die Lektüre von Homer oder Ossian kann ihn trösten und so begeht er am Ende Selbstmord. Ulrich Plenzdorf hat später die Geschichte in die DDR der 1970er Jahre transkribiert, aus der geliebten Char(Lotte) wurde eine Charlie.

Nun ist von einem aktuellen Briefroman zu sprechen: eine etwa 50jährige Frau schreibt als Ich-Erzählerin Briefe an einen Charley, mit dem sie eine Beziehung hatte, die aber mit einem recht unspektakulären Abschied auf einem Bahnhof endete ...

 

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Zurück in die Zukunft

James Taylor: American Standard

 

Zu den Ausprägungen einer Altersweisheit gehört auch das Phänomen, dass man Musik, die man als junger Erwachsener kategorisch ignoriert oder abgelehnt hatte, plötzlich „neu entdeckt“ und wertschätzt. Aktuelles Beispiel: James Taylor. Im gereiften Alter von 72 Jahren - fünf Jahre nach seinem letzten und eher erfolglosen Album mit eigenen Kompositionen - erinnert er sich nun an die Songs, die er noch zuhause in Boston bei seinen Eltern hörte ...

 

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Country & Folk - alkoholfrei

Charlie Roth: I’m The Smile

 

Am Anfang seiner Karriere verdiente Charlie Roth das Geld mit Musik und mit dem Job als Lastwagenfahrer für einen Bier-Großhandel. Das heißt, er konnte auf den kleinen Live-Bühnen das Publikum zum Trinken animieren und machte so ein doppeltes Geschäft! Mittlerweile hat er zum Alkohol ein differenziertes Verhältnis und sagt „Wer konnte glauben, dass Nüchternheit eine so coole Sache ist!“ Auf seinem aktuellen Album „I’m The Smile“ - nach korrekter Zählung das achte - setzt er sich in dem Song „Serenity“ mit dem Thema auseinander und erzählt von einem Familienvater, den der Alkohol ins Abseits brachte ...

 

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