Der CoolTourist

will Sie auf höchst subjektive Weise zu einer Reise durch partielle Welten der Kultur einladen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie u.a. aktuelle Rezensionen zu

Musik (Schwerpunkt: Americana, Folk, Country, Rock), Film, Sprechtheater und Belletristik (Schwerpunkt: deutschspr. Literatur des 20. und 21. Jh.)


Drei Deutsche auf dem Jakobsweg

Wenn Deutsche über Grenzen gehen

oder Das Ziel ist im Weg

Kabarett-Theater Distel

 

Angesichts des inflationären Angebots an Comedy und Kabarett ist es für die traditionellen Ensembles schwierig, sich noch am Markt zu behaupten. Umso erstaunlicher, dass das seit 1953 aktive Berliner Theater-Kabarett „Distel“ sein 2017er-Programm vor einem vollen Fürther Stadttheater präsentieren konnte ...

 

Ausführliche Kritik unter Schau.Bühne


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Phantasiewelten im poetischen Supermarkt

Émilie de Turckheim: Popcorn Melody

 

Wenn eine Französin einen Roman schreibt, der in den amerikanischen Great Plains spielt, und man diesen Text - übersetzt von Brigitte Große - auf Deutsch liest, kann getrost von einem literarischen transatlantischen Verschiebebahnhof gesprochen werden. Doch diese Ortswechsel können den Phantasiewelten der Émilie de Turckheim nichts anhaben, und so bleibt am Ende ein höchst originelles, manchmal groteskes, manchmal anrührendes Leseerlebnis voller eindringlicher Bilder ...

 

Ausführliche Rezension unter Lese.Protokoll


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Bewegung der Zyniker?

Alexander Schimmelbusch: Hochdeutschland  

 

Möglicherweise sind die Investmentbanker die tragischen Helden des 21. Jahrhunderts. Die Fallhöhe ist so groß wie die Volatilität der DAX-Indizes und der Pakt mit dem Profit-Teufel gehört beinahe schon zum Anforderungsprofil des Berufs. Eines aber fehlt ihnen: der Idealismus eines Karl Moor oder der Restglaube an Liebe und sinnvolles Leben eines Faust ist dem krassen Zynismus gewichen. Nachprüfen kann man das im Kino („Wall Street“ und „The Wolf Of Wall Street“), im Theater („Das Himbeerreich“ von Andreas Veiel und „Junk“ von Ayad Akhtar) oder bei der häuslichen Lektüre („Frühling der Barbaren“ von Jonas Lüscher).

Ein weiteres Beispiel liefert Alexander Schimmel­busch mit seinem neuen Roman „Hochdeutsch­land“ ...

 

Ausführliche Rezension unter Lese.Protokoll


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Kompositionen vom Bluegrass-Stammtisch

Thomm Jutz: Crazy If You Let It

 

Das nenne ich gelungene Integration: da kommt ein Deutscher vor ca. 15 Jahren nach USA, siedelt sich in Nashville an und saugt die amerikanische Roots-Musik derartig in sich auf, dass er heute ein gefragter Produzent in der Country-Metropole ist und nun ein Bluegrass-Album vorlegt, das den Vergleich mit den großen Namen (z. B. Seldom Scene) nicht zu scheuen braucht ...

 

Ausführliche CD-Kritik unter Hör.Test


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Kinder-Los

Yerma

von Federico Garcia Lorca

 

Was 1934 in Spanien noch eine Provokation war, erscheint heute nicht mehr als gesellschaftlicher Aufreger: junge Frau (Yerma) will sich mit der Lustlosigkeit ihres Ehemanns (Juan) und mit der damit verbundenen Kinderlosigkeit nicht abfinden; schließlich tötet sie den Fortpflanzungsverweigerer. Kann man diese Geschichte von Garcia Lorca nach Emanzipation und Frauenbewegung, nach Pille, Sex ohne Reue und dem Familienmuster DINK (double income, no kids) noch auf die Bühne bringen? Andreas Kriegenburg beantwortete diese Frage offensichtlich mit „Ja“ und präsentiert in Dresden Garcia Lorcas „Yerma“ als ein choreographisches und chorisches Schaustück ...

 

Ausführliche Theaterkritik unter Schau.Bühne


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Willkommen in der WG?

Willkommen

von Lutz Hübner und Sarah Nemitz

 

Lutz Hübner gehört ohne Zweifel zu den cleversten Trend-Scouts des deutschsprachigen Gegenwartstheaters. Zuletzt hat er die hyperaktiven Helikopter-Eltern („Frau Müller muss weg“), die Abgründe der Unternehmens-Kultur („Die Firma dankt“) und nun auch die deutschen Befindlichkeiten angesichts der Flüchtlingswelle („Willkommen“) in sein Themenspektrum aufgenommen. Kein Wunder, dass er in der Hitparade der meistgespielten Dramatiker auf deutschen Bühnen Platz 3 (gleich hinter Shakespeare und Goethe) einnimmt. „Willkommen“ wurde 2017 in Düsseldorf uraufgeführt (Regie: Sönke Wortmann) und nun am Theater Erlangen ins Programm aufgenommen ...

 

Ausführliche Theaterkritik unter Schau.Bühne


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