Der CoolTourist

will Sie auf höchst subjektive Weise zu einer Reise durch partielle Welten der Kultur einladen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie u.a. aktuelle Rezensionen zu

Musik (Schwerpunkt: Americana, Folk, Country, Rock), Film, Sprechtheater und Belletristik (Schwerpunkt: deutschspr. Literatur des 20. und 21. Jh.)


Entspannt auf der Terrasse

Mac Gayden: Come Along

 

Play It Again, Mac! Er hat’s noch mal gemacht, obwohl er mittlerweile zur Ü-80-Fraktion gehört. Zusammen mit seinem Uralt-Kumpel Buzz Cason hat Mac Gayden ein neues Album herausgebracht, und man wundert sich, dass es in seiner fast 60jährigen Musik-Karriere erst die No. 5 ist. Tatsache ist, dass er nicht durch seine eigenen Solo-CDs berühmt wurde, sondern durch seine Komposition „Everlasting Love“, die 1967 ein Hit für Robert Knight und etwas später für die Vanity Fair wurde. Diverse berühmte Namen hat er auf seiner Zusammenarbeits-Liste: Bob Dylan, Elvis Presley, Leonard Cohen, Kris Kristofferson, Duane Allman und Simon & Garfunkel - um nur die berühmtersten zu nennen. Außerdem hat er für den Song „Crazy Mama“ von J. J. Cale eine unvergessliche Slide Guitar mit Wah-Wah-Effekt eingespielt ...

 

Ausführliche CD-Kritik unter Hör. Test

 


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Im Fahrwasser von Little Feat

Sam Morrow: Concrete And Mud

 

Wenn man sich den bisherigen Output von Sam Morrow anhand seiner vier CDs anschaut, wird man feststellen: das Highlight ist Nr. 3 mit dem Titel „Concrete And Mud“. Hier hat der in Kalifornien lebende, aber in Texas aufgewachsene Musiker seine besten Songs versammelt, hier hat er stimmlich eine besondere Klasse erreicht und hier hat er im Studio eine kompakte und perfekt groovende Band versammelt: Matt Tecu (dr), Ted Russell Kamp (b), Eli Wulfmeir (g), Sasha Smith (keyb) und Eamon Ryland (slide g) bilden einen harten Sound-Kern für diese Mischung aus synkopiertem Southern Rock, erdigem Roots Rock und bluesigem Country Rock. Manchmal fühlt man sich an die besten Tage von Little Feat erinnert, die neben Los Lobos und den Queens Of The Stone Age zu den Vorbildern von Sam Morrow zählen ...

 

Ausführliche CD-Kritik unter Hör.Test


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Hitlers Blähungen als Medien-Futter

Foto: Konrad Fersterer
Foto: Konrad Fersterer

Schtonk!

am Staatstheater Nürnberg (Schauspiel)

 

Er ist wieder da! Der Skandal um die gefälschten Hitler-Tagebücher, der 1983 die Glaubwürdigkeit der Wochenzeitung „Stern“ erschütterte, ereignete sich zu einer Zeit als der Begriff Fake News gänzlich unbekannt war, als gelbe Telefonzellen zur Kommunikation genutzt wurden und als der SPIEGEL-Journalist Claas Relotius noch in den Kindergarten ging. Für alle, die zur U-50-Generation gehören und das skurrile Geschehen nicht live mitverfolgt haben, hier die Fakten: der Reporter Gerd Heidemann vermittelte die von Konrad Kujau gefälschten Hitler-Tagebücher an die Illustrierte „Stern“, die dafür knapp 10 Millionen D-Mark springen ließ und den Fund als Weltsensation feierte, nach der „weite Teile der deutschen Geschichte … neu geschrieben werden“ müssen 1992 machte Helmut Dietl, der weiß, dass die Medien-Realität oft die beste Satire ist, aus diesem Armutszeugnis der Sensationspresse einen viel beachteten Film mit Starbesetzung (Götz George, Uwe Ochsenknecht, Christiane Hörbiger, Harald Juhnke, Veronica Ferres u. v. a.); 2018 schrieb Marcus Grube für die Landesbühne Esslingen eine Theaterfassung, nun folgte auch das Staatstheater Nürnberg dem Textangebot ...

 

Ausführliche Theaterkritik unter Schau.Bühne


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Das Böse ist immer und überall

Lesung Tessa Korber & Elmar Tannert

im Kulturhof Langenzenn

 

Möglicherweise heißen viele Zuschauer bei ARD und ZDF mit Vornamen Mimi, denn nur so ist die inflationär angewachsene Krimi-Dichte im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu erklären. KomissarInnen und SoKos tummeln sich ab dem späten Nachmittag an europaweiten Tatorten, klären Mordfälle und private Probleme.

Mit fünf Veranstaltungen kommt dagegen das Franken Krimi Festival nach zweijähriger Pandemie-Pause richtig bescheiden daher ...

 

Ausführlicher Bericht unter Lit.Live

 


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Aber Hallo, Nürnberg!

Anette Röckl

Lesung in Fürth (Mai 2022)

 

Wenn man wöchentlich eine Glosse mit dem Titel „Hallo Nürnberg“ schreibt, gehört schon etwas Mut dazu, die Stadtgrenze nach Fürth zu überschreiten. Aber Anette Röckl kann nachweisen, dass sie ihre journalistischen Anfänge bei den Fürther Nachrichten erlebte und die (ausverkaufte!) Lesung in der Geschäftsstelle der FN somit ein halbes Heimspiel ist ...

 

Ausführlicher Bericht über die Veranstaltung unter Lit.Live


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Aber warum war ich da(bei)?

Martin Beyer: Und ich war da (Roman)

 

Romane über Schicksale in der NS-Zeit gibt es viele, wer da noch ein weiteres Angebot macht, muss schon ein überzeugendes Programm vorweisen. Diesen Anspruch will die Konzeption von Martin Beyers zweiten Roman (nach: „Alle Wasser laufen ins Meer“) einlösen. In drei Etappen soll gezeigt werden, wie ein Jugendlicher in der Hitlerjugend mit der NS-Ideologie (aber auch mit Gegenentwürfen) konfrontiert wird, wie er als junger Mann 1941 an der Ostfront zum Täter wird und wie er schließlich 1943 mit (prominenten) Opfern des NS-Regimes konfrontiert wird ...

 

Ausführliche Rezension unter Lese.Protokoll

 


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