Der CoolTourist

will Sie auf höchst subjektive Weise zu einer Reise durch partielle Welten der Kultur einladen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie u.a. aktuelle Rezensionen zu

Musik (Schwerpunkt: Americana, Folk, Country, Rock), Film, Sprechtheater und Belletristik (Schwerpunkt: deutschspr. Literatur des 20. und 21. Jh.)


Maximal relaxte Atmosphäre

Allan Thomas: The Journey

 

Der Titelsong berichtet von einer Reise: „I’d like to get back in time in my life“. Die musikalische Reise reicht zurück ins Alter von acht Jahren, als der kleine Allan in Brooklyn, New York, im Autoradio seines Vaters „You Send Me“ von Sam Cooke hörte und spontan mitsang. Vor genau fünfzig Jahren erschien dann sein erstes Album auf Sire Records mit dem Titel „A Picture“. Mittlerweile lebt Thomas auf Hawaii und hat während der Pandemie sein siebtes Album fertiggestellt, das in einem Wechsel aus Studio-Sessions und Surf- bzw. Windsurf-Ausflügen entstanden ist. Das klingt doch nach maximal relaxter Atmosphäre ...

 

Ausführliche CD-Kritik unter Hör.Test


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Figuren unter der Schneedecke

Erzählungen des Georg-Büchner-Preisträgers Clemens J. Setz:

Der Trost runder Dinge

 

Wer sich dem „literarischen Metaversum“ (so Ijoma Mangold in seiner Büchnerpreis-Laudatio) des Clemens J. Setz nähern will, fängt am besten mit der Sammlung von 20 Erzählungen an, die bei Suhrkamp 2019 unter dem Titel „Der Trost runder Dinge“ erschienen sind. Dieses Buch mischt aphoristische Kürzestgeschichten und längere Erzählungen (maximal 33 Seiten) von einem der „kreativsten, einfallsreichsten jüngeren Autoren deutscher Sprache“ (so die Jury-Begründung für die Verleihung des Jakob-Wassermann-Literaturpreises der Stadt Fürth im Jahre 2020) ...

 

Ausführliche Rezension unter Lese.Protokoll


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Zurück in die Santa Cruz Mountains

The Doobie Brothers: Liberté

 

Es gab einmal eine legendäre Location namens Chateau Liberté in den kalifornischen Santa Cruz Mountains, ein angesagter Biker-Treff, in dem die Band The Doobie Brothers ab 1970 eine Zeitlang regelmäßig auftrat. Der Kern dieser Band ist über 50 Jahre trotz vieler Ups and Downs, trotz partieller Sendepause und sinkender Erfolgskurve gleichgeblieben: es sind die beiden Sänger, Songschreiber und Gitarristen Tom Johnston und Patrick Simmons. Dass sie nun mit „Liberté“ ihr 15. Studio-Album - erstmals nach elf Jahren wieder mit neuen Kompositionen - vorgelegt haben, ist ohne Zweifel ein Ereignis, allerdings eines mit gemischten Gefühlen ...

 

Ausführliche CD-Kritik unter Hör.Test


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Dummheit, Tofu und Alarmknopf

Foto: Konrad Fersterer
Foto: Konrad Fersterer

Anfang und Ende des Anthropozäns

 

Philipp Löhes neues Stück als Uraufführung im Nürberger Staatstheater

 

Das Anthropozän ist ein Zeitalter, in dem der Mensch das Schicksal des Planeten Erde maßgeblich bestimmt. Philipp Löhle ist kein Experte für Geochronologie, aber ein aufmerksamer Beobachter aktueller Diskussionen und gleichzeitig einer der originellsten deutschsprachigen Stückeschreiber; jemand, der es schafft, aus einem Stück verpacktem Tofu ein leckeres Dreigang-Gourmet-Menü zu zaubern, jemand, der es kann, eine zunächst sehr theoretisch erscheinende Thematik in eine lebendige Theater-Erzählung umzusetzen. Als Hausautor des Staatstheaters Nürnberg (seit 2018) hat er dieses Stück verfasst, das nun in der Regie von Intendant Jens-Daniel Herzog seine deutsche Uraufführung erfährt ...

 

Ausführliche Theraterkritik unter Schau.Bühne


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Nachdenkliche Sichtung des Lebens

Rodney Crowell: Triage

 

Wenn jemand im Alter von 71 Jahren sein 18. Solo-Album vorlegt, dann muss man unwillkürlich die Frage stellen: Hat er noch was zu sagen / zu erzählen? Wie steht es um seine musikalische Kreativität? Im Falle von Rodney Crowell und der CD „Triage“ fällt die Antwort in beiden Fällen positiv aus!

Wie eine Mischung aus Heino und Graham Nash schaut der grauhaarige Rodney etwas griesgrämig auf dem Schwarz-Weiß-Cover - und tatsächlich: die Songs sind geprägt von Gedanken der Endlichkeit, von Weltschmerz und Melancholie und von einer gewissen religiösen Spiritualität  ...

 

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Lärmende Heiden und Nomaden

Thomas Mulitzer: Pop ist tot (Roman)

 

Andreas Frege hat einen Bestseller geschrieben. Das verdankt er vor allem seinem Künstlernamen Campino und seiner Beschäftigung als Frontmann der Punk-Band „Die Toten Hosen“. Allerdings beschäftigt er sich in dem Roman „Hope Street. Wie ich einmal englischer Meister wurde“ weniger mit der Musik, sondern mehr mit dem englischen Fußball, insbesondere mit dem FC Liverpool.

Thomas Mulitzer ist Thomas Mulitzer, macht Musik mit der etwas weniger bekannten österreichischen Mundart-Punkband Glue Crew und hat nun in seinem zweiten Roman die Geschichte des Punk-Rocks in seiner Heimat beleuchtet ...

 

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