Der CoolTourist

will Sie auf höchst subjektive Weise zu einer Reise durch partielle Welten der Kultur einladen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie u.a. aktuelle Rezensionen zu

Musik (Schwerpunkt: Americana, Folk, Country, Rock), Film, Sprechtheater und Belletristik (Schwerpunkt: deutschspr. Literatur des 20. und 21. Jh.)


Hinterm Horizont geht's weiter

Dan Navarro: Horizon Line

 

Nach dem Tod seines langjährigen Partners Eric Lowen (2012) war die Zukunft von Dan Navarro ungewiss. Lowen & Navarro hatten ein wichtiges Kapitel der kalifornischen Folk-Rock-Geschichte geschrieben, die man anhand einer Fülle von sehr ansprechenden Alben nachhören kann. Dan Navarro war aber seither nicht untätig, hat seine Karriere als Singer/Songwriter weiter vorangetrieben und nebenbei noch ein paar ergänzende Jobs als Synchronsprecher, als Talent-Coach und als Musik-Gewerk­schaftler angenommen. Mit „Horizon Line“ legt er - als Angehöriger der Ü-70-Gene­ration - nun sein zweite Solo-Studioalbum vor. War der Vorgänger „Shed My Skin“ (2019) vielversprechend, so ist das aktuelle Album eine wirklich reife Leistung ...

 

Ausführliche CD-Kritik unter Hör.Test

 


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Black & White Christmas

Motown Goes Christmas

im Stadttheater Fürth

 

 

Die Erfolgsgeschichte des Plattenlabels Motown Records aus Detroit in den 1960er und 70er Jahren hängt eng mit dem Gründer Berry Gordy jr. zusammen. Seinem kommerziellen Riecher war es zu verdanken, dass schwarze Musik aus der dreckigen Auto-Stadt auch den weißen Markt erobern konnte: „That’s Soul“ war ein Markenzeichen, das so mancher noch als gepresstes Vinyl in seinem Schrank stehen hat. Mr. Gordy war es auch, der als guter Geschäftsmann wusste, dass Weihnachten als Geschenk-Saison ein wichtiges Markt-Segment ist. Deshalb ermunterte er seine Stars, auch das weite Feld der Christmas-Songs zu beackern ...

 

Ausführliche Konzertkritik unter Hör.Test.Live

 


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Ich bin kein Star, holt mich hier raus!

Foto: Konrad Fersterer
Foto: Konrad Fersterer

Alice im Wunderland

als musikalisches Exit-Game am Staatstheater Nürnberg

 

Bei der Haushaltsdebatte im Deutschen Bundestag mussten die Abgeordneten unlängst literarisches Allgemeinwissen bemühen. Bundeskanzler Olaf Scholz attestierte dem Unionsfraktionschef Friedrich Merz, er habe eine verzerrte Sicht auf die Wirklichkeit. Seine Rede habe ihn an „Alice im Wunderland“ erinnert: „Was in Wahrheit groß ist, das reden Sie klein, und umgekehrt.“  Damit hat Lewis Carolls 1865 veröffentlichte Geschichte nun Eingang in den politischen Diskurs gefunden; knapp 14 Tage später präsentiert die renommierte Opern- und Theaterregisseurin Johanna Wehner im Nürnberger Staatstheater ihre musikalisch angereicherte Text-Version des Kinderbuchs für Erwachsene als Uraufführung im Schauspielhaus ...

 

Ausführliche Theaterkritik unter Schau.Bühne


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Überfälliger zweiter Versuch

Steve Yanek: Long Overdue

 

Selten gibt es einen so zweideutigen und dennoch eindeutigen Albumtitel. Obwohl Steve Yanek in dem Titelsong „Long Overdue“ von einer Beziehung singt, die nach Jahren endlich zustande gekommen ist, meint er natürlich in Wahrheit seine Entscheidung für die Musik, die nach einer langen Pause angeblich am 1. Januar 2020 gefällt wurde. 2005 hatte sein erster Anlauf mit dem vielversprechenden Album „Across The Landscape“ stattgefunden, der irgendwie ins Leere ging. Nun will es Steve Yanek aber definitiv wissen: er startete eine Neuauflage des 2005er-Albums für Europa, schrieb neue Songs und nahm den Kontakt mit Jeff Pevar wieder auf, um eine komplett neue CD mit eigenen Songs auf den Markt zu bringen ...

 

Ausführliche CD-Kritik unter Hör.Test

 


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Zement, Waffen und Medikamente

Takis Würger: Unschuld (Roman)

 

„Crime doesn’t pay“ (Verbrechen lohnt sich nicht): diese Lebensweisheit trifft zumindest auf den boomenden Markt von Regional-Krimis und True Crime Stories nicht zu. Studierte Juristen wie Bernhard Schlink, Juli Zeh und Ferdinand von Schirach haben die reflektierte Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Schuld und Sühne zu Roman- und Theater-Bestsellern gemacht. Auf diesen Erfolgszug will wohl auch Takis Würger aufspringen, der nun mit „Unschuld“ seinen dritten Roman vorlegt ...

 

Ausführliche Rezension unter Lese.Protokoll

 


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East Kentucky als Mikrokosmos der USA

Ian Noe: River Fools & Mountain Saints


Wer wissen will, was sich im Kern hinter dem Label „Americana” verbirgt, sollte das aktuelle Album von Ian Noe mehrmals durchhören. Denn die zwölf Eigenkompositionen ergeben anhand des Mikrokosmos von East Kentucky ein stimmiges Stimmungsbild der heutigen Unvereinigten Staaten von Amerika. Noe erzählt scheinbar ganz simpel von Menschen, von Charakteren, aber er trifft damit Schicksale, die typisch sind. Er schildert eine ländliche Welt, eine strukturschwache Region und den oft verzweifelten Alltag ihrer Bewohner ...

 

Ausführliche CD-Kritik unter Hör.Test

 


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