Jalousien runter!

Foto: Konrad Fersterer
Foto: Konrad Fersterer

Phädra von Jean Racine  

Online-Premiere (auf YouTube) am Staatstheater Nürnberg

 

Die große deutsche Rollladen-Firma „Roma“ wirbt in ihren Fernseh-Spots mit dem Slogan „Wenn sie mal für sich sein wollen“. Diese Assoziation drängt sich auf, wenn man das Bühnenbild von Judith Oswald als bestimmende Größe des Theaterabends erkennt. Denn sie hat für die Tragödie von Phädra und Hippolyt, einen rechteckigen Guckkasten gebaut, der überall von modernen Lamellen-Jalousien beschattet ist. Und so sind die Akteure wirklich für sich, wenn sie ihre Dilemmata dialogisch austragen. Sie haben natürlich auch keine Live-Zuschauer, sondern nur distanzierte Beobachter am Laptop, die diese eindrucksvolle Online-Verfilmung - die aber ohne nervige filmische Mittel auskommt und sehr oft dokumentarisch die Bühnen-Totale anbietet - verfolgen ...

 

Ausführliche Theaterkritik unter Schau.Bühne ...


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